Das Lehr- und Forschungsforum „Erziehung nach Auschwitz“
Das Lehr-und Forschungsforum wird in enger Kooperation mit der Jüdischen Akademie entwickelt und wurde als Projekt von der Georg und Franziska Speyer’schen Hochschulstiftung gefördert.
Theodor W. Adornos Radiovortrag „Erziehung nach Auschwitz“ (1966) hat nicht nur Generationen von Pädagog:innen nach 1968 in ihrem Selbstverständnis geprägt. Er hat auch den Umgang mit der NS-Geschichte in Deutschland nachhaltig beeinflusst. Heute fordern vielfältige Veränderungen der Gegenwart die Vermittlung der NS-Geschichte in Kultur und Pädagogik heraus. Das Lehr- und Forschungsforum „Erziehung nach Auschwitz“ am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität versteht sich als Ort
- der interdisziplinären und international vergleichenden Forschung zu den Themen Erziehung nach Auschwitz, Holocaust Education, Erinnerungskultur
- der Professionalisierung von angehenden Lehrkräften und Pädagog:innen für schulische und außerschulische historisch-politische Bildung
- der Debatten um die Herausforderungen einer transnationalen Holocaust-Erinnerung und um eine „Erziehung nach Auschwitz“ in der Gegenwart.
Save the date – Veranstaltung zu 60 Jahren „Erziehung nach Auschwitz“
In diesem Jahr jährt sich die Erstausstrahlung von Theodor W. Adornos Radiobeitrag „Erziehung nach Auschwitz“ zum 60. Mal.Zu diesem Anlass organisieren das Institut für Sozialforschung (IfS), die Jüdische Akademie und das Lehr- und Forschungsforum Erziehung nach Auschwitz (Fachbereich Erziehungswissenschaften) eine gemeinsame Veranstaltung, die u.a. mit QuIS-Mitteln finanziert wird.
Mit einem Abendvortrag am 3.12.2026 eröffnen wird Yael Kuperberg und am 4.12. folgt ein vertiefender Workshop-Tag zu zentralen Fragen der Gegenwart einer „Erziehung nach Auschwitz“. Geschichtsdidaktische, bildungstheoretische und bildungshistorische, soziologische sowie gedenkstättenpädagogische Perspektiven werden in Anlehnung an Adornos Radiobeitrag diskutiert und insbesondere mit Blick auf Leerstellen in der Thematisierung von Antisemitismus befragt.
Nähere Informationen zum Programm folgen.
Exkursion in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Im Dezember 2024 fuhren Mitarbeitende des Lehr- und Forschungsforums gemeinsam mit der Kollegin Sandra Binnert und deren Seminar „Erinnerung transkulturell: Erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf das Staatliche Museum Auschwitz“ nach Oświęcim und Krakau.Berichte darüber sind hier zu finden:
Artikel in der Frankfurter Rundschau:
Lehren aus der Vergangenheit für die Lehre von heute
Artikel aus der aktuellen Uni-Report Ausgabe:
Das Symbol des Holocaust | Aktuelles aus der Goethe-Universität Frankfurt
Shaping Responses to National Socialism
Als Lehr- und Forschungsforum haben wir den US-amerikanischen Künstler, Design-Dozenten und Anwalt Ryan Lilienthal bei einem von Fulbright-Deutschland geförderten Projekt aus der wissenschaftlichen Perspektive unterstützt, welches durch künstlerische Methoden multiperspektivische und multidirektionale Erinnerung an den Nationalsozialismus umsetzt.Hier findet sich dazu ein Bericht aus dem Uni-Report
Nachruf auf Micha Brumlik
Die Mitarbeiter*innen des Lehr- und Forschungsforums trauern um Micha Brumlik.Den Nachruf des Fachbereichs Erziehungswissenschaften finden sie hier.
Orientierungsrahmen für Haus- und Abschlussarbeiten
im Themenfeld „Erziehung nach Auschwitz“, „Erinnerungskultur“ und NS-PädagogikDer Orientierungsrahmen zielt darauf ab, Studierenden des Hauptfachs Erziehungswissenschaften und des Lehramts eine fachliche und organisatorische Handreichung für die Konzeptionierung von Seminar- und Abschlussarbeiten in den Themenfeldern „historisch-politische Bildung“, „Erziehung nach Auschwitz“ und „Erinnerungskultur“ bereitzustellen.
Der Orientierungsrahmen kann hier herunterladen werden.